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Pfarrer Theobald Hübner


Pfarrer Theobald Hübner
Pfarrer Theobald Hübner  aus der Pfarrei Burkardroth
geb. 22. Dezember 1930,  gest. 1. Februar 2007


Die Saale-Zeitung Bad Kissingen schrieb aus gegebenem Anlass am 29. Juli 1957:

„Die ganze Pfarrei Burkardroth mit den Gemeinden Burkardroth, Frauenroth, Wollbach und Zahlbach stand am vergangenen Sonntag ganz im Zeichen der Primiz von Theobald Hübner aus Wollbach, der am 21. Juli mit 21 anderen Diakonen vom Apostolischen Nuntius Dr. Alois Münch in Würzburg zum Priester geweiht wurde und nun in seiner Heimatpfarrkirche sein erstes hl. Messopfer feierte.
Der Primiziant, am 22. Dezember 1930 in Zahlbach geboren, ist der Neffe des jetzigen Bürgermeisters Josef Albert. Er besuchte das Alte Gymnasium in Würzburg und studierte auch dort. Während seiner Studienzeit war er im Bischöflichen Knabenseminar in Würzburg.
Die Gläubigen hatten sich für diesen Tag durch die Teilnahme an einem Triduum, das Pfarrer Lösch (Fuchsstadt) hielt, vorbereitet. Am Samstagabend versammelten sich die Vereine und Einwohner der Pfarrei am Schwesternhaus in Burkardroth und empfingen dort ihren Neupriester. Kinder trugen Gedichte vor und überreichten dem Primizianten Blumen. Der Kirchenchor sang das Lied „Festgeläute rings erschallt.“ Nachdem Pfarrer Johannes Hain von Burkardroth herzliche Begrüßungsworte gesprochen hatte, zogen die Pfarrkinder mit dem Primizianten in die Pfarrkirche ein. Nach einer Andacht spendete der Neupriester den Primizsegen.
In einer Prozession ging es anschließend zu seinem Elternhaus nach Wollbach. Bürgermeister Franz Grom begrüßte ihn dort als Sohn der Gemeinde und betonte, wo immer er auch in Zukunft sein Amt ausübe, werde die Gemeinde seiner gedenken und die guten Wünsche der Bewohner der Gemeinde und der ganzen Pfarrei würden ihn begleiten, auf all seinen Wegen.
Der Männergesangverein Burkardroth sang die Lieder „Gott grüße Dich“ und „Ich gehöre meinem Herrn.“ Der Neupriester dankte mit herzlichen Worten und lud alle zu seinem  ersten hl. Messopfer ein.
Am Sonntagmorgen fanden sich die Geistlichkeit und die Gäste im Elternhaus des Primizianten ein und begleiteten ihn in die bis zum letzten Platz gefüllte Pfarrkirche nach Burkardroth. Redemptoristenpater Walter (Würzburg) hielt die Festpredigt. Er sprach vom Glauben an die Priester und ermahnte die Gläubigen zu ihren Priestern zu halten und sie aufzunehmen als die Gesandten des Herrn. Bei dem hl. Amt assistierten Kuratus Ziegler (Gefäll) und Kaplan Josef Peter (Waldaschaff) – Josef Peter hatte genau vor einem Jahr in Burkardroth Primiz.  Vier Schulkameraden des Primizianten ministrierten. Der Kirchenchor sang die Messe von Scheel in B-dur und das Tantum ergo von Wassner. Nach dem Te deum spendete der Primiziant den Primizsegen.

Ungefähr drei Wochen später am 16. August 1957 trat der frisch geweihte Priester seine erste Kaplanstelle in Thüngersheim an. Am 16. Dezember des gleichen Jahres war er als Kaplan in Kirchzell  und am 15. August war er als Kaplan in Rottendorf.
Seine erste Stelle als Pfarrer trat er als Pfarrverweser in Hundsbach am 1. Mai 1962 an, wo er auch am 1. September 1963 die Pfarrstelle für 13 Jahre  übernahm. Am 20. September 1976 wechselte er zu seiner letzten Pfarrstelle nach Großwenkheim, von wo aus er dann am 1. April 1989 krankheitshalber in den Ruhestand ging.
In seinem Ruhestand wohnte er bis zu seinem Tod am 28. Januar 2007 im Anwesen seiner Haushälterin Gusti Metz, am Berg 8 in Bad Kissingen-Hausen.

Seine letzte Ruhestätte fand Pfarrer Theobald Hübner am 1. Februar 2007 im Priestergrab auf dem Friedhof der Pfarrei Burkardroth.

Aus diesem Anlass schrieb die Saalezeitung am 3. Februar 2007:

„Unter großer Anteilnahme ist Pfarrer i.R. Theobald Hübner am Donnerstag mit einem feierlichen Gottesdienst zu Grabe getragen worden. Viele seiner ehemaligen Priesterkollegen waren gekommen, um den Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Am Conzelebrationsrequiem nahmen 13 Geistliche am Altar teil. Hauptzelebrant war Dekan Thomas Kessler. Ihm assistierten unter anderem Domkapitular Dr. Heinz Geist, Domkapitular i.R. Josef Peter und Pfarrer i.R. Anton Reinhard, die die Burkardrother Katholiken noch aus früheren Jahren kennen. Gekommen waren auch einige der Kollegen aus dem Weihejahrgang von Theobald Hübner. Grußworte sprachen Dr. Heinz Geist, Dr. Dr. Anton Schilhan (Großwenkheim) und Bürgermeister Herbert Schneider aus Eußenheim. In dem Gemeindeteil Hundsbach war der Verstorbene Pfarrer von 1962 bis 1976, bevor er als Seelsorger nach Großwenkheim ging. Diese Stelle bekleidete er bis 1989. Dann zog er nach Hausen, um dort seinem Ruhestand zu verbringen.“
 


Pfarrer Hübner am Tag seiner Primiz
Pfarrer Theobald Hübner
am Tage seiner Primiz am 21. Juli 1957

 

22.12.1930 geb. zu Zahlbach 64
1939 neuer Wohnort Wollbach 24
21.07.1957 Priesterweihe in Würzburg
16.08.1957 Kaplan in Thüngersheim
16.12.1957 Kaplan in Kirchzell
15.08.1960 Kaplan in Rottendorf
01.05.1962 Pfarrverweser von Hundsbach
01.09.1963 Pfarrer von Hundsbach
20.09.1976 Pfarrer von Großwenkheim
01.04.1989 Ruhestand, krankheitshalber
28.01.2007 verstorben in Bad Kissingen-Hausen
01.02.2007 Begräbnis im Priestergrab der Pfarrei Burkardroth

Alfred Saam, im September 2012