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Seelsorger in der Pfarrei Burkardroth

Alfred Saam

 

Die Seelsorger in der Pfarrei Burkardroth[1]externer Link

von 1574 - 2015

 

Reform und Neuordnung.
Nach den Unruhen der lutherischen Reformation ging Bischof Friedrich von Wirsberg (1558 – 1573) mit Umsicht daran, die Seelsorge im Bistum Würzburg wieder zu ordnen und versuchte wenigstens die katholische Reform einzuleiten. Es war freilich noch ein hartes Stück Arbeit, bis die seelsorgerischen Verhältnisse wieder einigermaßen in die Reihe gebracht waren.

Das Reformkonzil von Trient war inzwischen zu Ende gegangen. Der hl. Petrus Canisius reiste mit den Konzilbeschlüssen von Bischof zu Bischof. In Würzburg war 1573 der neue Fürstbischof Julius Echter gewählt worden, der sich mit Eifer und Zielstrebigkeit in den Dienst der katholischen Reform stellte. Für die religiöse Seite versuchte er es mit der Heranbildung einer zuverlässigen Priesterschaft und regelmäßigen Visitationen.

1. Pfarrer: Johann Pfeffer
Dabei konnte Bischof Julius nicht über Nacht die Verhältnisse ändern, die vor allem seit der Mitte des Jahrhunderts entstanden waren. Gleich bei der Bestandsaufnahme 1574 taucht für Burkardroth ein Seelsorger namens Johann Pfeffer auf. Bei der Zusammenstellung 1568 war dies noch nicht der Fall gewesen. 1574 musste dann der bisherige Seelsorger Johann Pfeffer seine Stelle räumen. Er hatte im lutherischen Sinn gepredigt und öffentlich geheiratet.

Auf dem Ruralkapitel[2]externer Link Münnerstadt, das 1574 in Kissingen abgehalten wurde, hatte man die Geistlichen in vier Kategorien eingeteilt. Die größte Gruppe bildete die der „verheirateten Pfarrer, die mit großer Wahrscheinlichkeit lutherisch waren“. Darunter befand sich Johann Pfeffer.

2. Pfarrer: Johann Weißensel
Zu den vier unbeanstandeten zählte ein Johann Weißensel aus Burkardroth gebürtig, der nun Kaplan in Neustadt war. Doch auch dieser musste ermahnt werden, dass er innerhalb eines Jahres seine Primiz nachholen müsse. Dieser Weißensel wurde 1575 in seiner Heimat Pfarrer. Die Bevölkerung scherte sich jedoch nicht um ihren Landsmann und ließ in seinen Gottesdienst allein halten. Als er die Stelle antrat, waren nur zwei Leute von etwa 1 000 Kommunikanten zu den Ostersakramenten gegangen. Die anderen, soweit sie überhaupt Gottesdienst, bzw. Predigt besuchten, waren nach Geroda und Haard „aufgelaufen“. Es ist nirgends vermerkt, wie viele diesen weiten Weg auf sich genommen haben. Es kann jedoch kein Zweifel bestehen, dass die Bevölkerung den katholischen Pfarrer und seinen Gottesdienst boykottiert hat. 1576 haben lediglich zehn und 1579 auch nur 95 Personen die Ostersakramente empfangen.

Pfarrer Weißensel war inzwischen dem Beispiel seiner Kollegen in den Nachbarpfarreien gefolgt, hatte ebenfalls geheiratet und war Vater eines Kindes geworden. Er wurde deshalb 1579 vom Bischof nach Würzburg zitiert und seinem ehemaligen Regens Schweykard zur Korrektion übergeben.

Diese Maßnahme hatte jedoch wenig Erfolg gezeigt. Denn bei den folgenden Visitationen wurde Weißensel stets zu den „concubinari“ gezählt, die allerdings im katholischen Sinn wirkten. Das wird nochmals 1581 unterstrichen, wo er neben den Pfarrern von Unsleben, Burglauer und Wenkheim namentlich aufgeführt wird, dass sie ihre Konkubinen noch nicht „abgeschafft“ hätten.

Neuanfang in der Pfarrei Burkardroth.

3. Pfarrer: Peter Wassermann (Petrus Aquarius)

Einen entscheidenden Einschnitt brachte das Jahr 1584 für die Pfarrei Burkardroth. Wahrscheinlich war der bisherige Seelsorger Johann Weißensel – wie es damals hieß, „abgeschafft“ worden. In Burkardroth jedenfalls wirkte von diesem Jahr an Peter Wassermann, der sich entsprechend der Sitte der Zeit Petrus Aquarius nannte. Mit ihm beginnen die Matrikelbücher und mit seinem Amtsantritt erhielt die Pfarrei wieder ein eindeutig katholisches Gesicht, wenn er selbst auch in keiner Weise den Vorstellungen seines Bischofs entsprach. In seiner Zeit wurde Zahlbach am Allerheiligentag 1587 von der Pfarrei Stralsbach abgetrennt und in die Seelsorge in Burkardroth mit einbezogen. Peter Aquarius stammte aus Scheid in der Eifel und wurde 1575 in Fulda zum Priester geweiht. Zunächst war er Vikar in Fulda, dann Pfarrer in Thulba, später in Burkardroth wo er bis 1600 tätig war. 1602 erscheint er als Pfarrer in Hettstadt, das er 1604 verlässt, „um sich auf Reisen zu begeben“.

Zu Beginn seiner Tätigkeit wurde im Protokoll eigens vermerkt, dass er kein Konkubianer sei, was sich aber bald geändert hat. Vielleicht hat er seine ehemalige Frau nachgeholt. Aber in den übrigen Bereichen wirkte er im Sinn seines Bischofs. Nur 64 Gläubige gingen 1584 zu den Ostersakramenten. Die lutherischen Pfarrkinder gingen weiterhin nach Geroda bzw. nach Haard. Ein Lehrer war lutherisch, einer katholisch. Der Schultheis war katholisch. Die Feste wurden nach dem neuen Gregorianischen Kalender gefeiert, den die protestantischen Dörfer lange Zeit abgelehnt haben. Der Küster ist katholisch. Die Kinder werden nach dem Kathechismus des Petrus Canisius unterrichtet.

4. Pfarrer: Erhard Graf, (Erhard Graffius)
Am 20.2.1604 begann Erhard Graf seine Tätigkeit. Der nach der damaligen Sitte seinen Namen in Grafius latinisierte, er stammte aus Mellrichstadt. Sein Eintritt ins Priesterseminar in Würzburg geschah am 12.7.1591. Im gleichen Jahr wurde er zum Priester geweiht. 1598 wurde er Kaplan in seiner Heimatstadt Mellrichstadt. Er wurde wiederholt von seinem Bruder Caspar Graf, von Wermerichshausen vertreten. Er starb am 3.7.1615 und wurde in der früheren Kirche begraben. Der Grabstein konnte bei den Ausgrabungen nur teilweise freigelegt und entziffert werden, da sonst die Stabilität des Altarfundamentes gefährdet gewesen wäre.

5. Pfarrer: Kilian Kreith
Bereits am 29.7.1615 trat Kilian Kreith seine Tätigkeit in Burkardroth an. Er erlebte den Beginn des 30-jährigen Krieges und die Schrecken des Schwedeneinfalls, die viele der katholischen Geistlichen hat fliehen lassen. Bei ihm ist nicht bekannt, ob er in Burkardroth gestorben ist.

6. Pfarrer: Michael Baumann
Ab dem 3.9.1633 wirkte hier Michael Baumann, der von der Schwedischen Zwischenregierung eingesetzt worden war. Er behielt jedoch seine Stelle, als der zurückgekehrte Bischof die Regierung wieder in die Hand nahm. Außer den Matrikeleinträgen ist hier nichts weiter von ihm bekannt.

7. Pfarrer: Michael Heilmann
1636 wurde der aus Zahlbach gebürtige Michael Heilmann als Pfarrer präsentiert. Er war zuvor Pfarrer in Knetzgau. Wahrscheinlich wegen der besonders häufigen Übergriffe der dort liegenden Soldaten, von der die Pfarrer von Zeil, Drunstadt, Zell und Falkenstein gefoltert und ermordet worden waren, hat er sich in seine Heimat abgesetzt. Ihm sind viele Einzelheiten über die trostlosen Jahre des 30-jährigen Krieges zu verdanken. Er hat die schlimmste Zeit des Krieges durchstehen müssen, die landesweit von Hunger und Seuchen begleitet war. Nach den Angaben aus dem Diözesanarchiv war er am 3.7.1600 geboren als Sohn von Lorenz Heilmann und Margaretha Trimberger aus Burkardroth. 1920 war er in das Priesterseminar in Würzburg eingetreten. 1634 auf 1635 war er Pfarrer in Knetzgau, darauf folgte seine Zeit in Burkardroth. 1647 ging er nach Untereisenheim bis 1649. Von 1649 bis 1660 war er dann Pfarrer in Euerdorf. Es folgte dann eine 15 jährige Tätigkeit als Pfarrer in Helmstadt. Als 75 jähriger zog er nochmals als Pfarrer  nach Hammelburg, wo er vermutlich 1683 verstorben ist.

8. Pfarrer: Nikolaus Sonnenborn
Gezeichnet von den Schrecken des Krieges trat am 7.6.1647 Pfarrer Nikolaus Sonneborn seinen Dienst an. Er wurde als ein frommer und heiligmäßiger Mann bezeichnet. Er gab freiwillig 1651 die Pfarrei Burkardroth auf, um ganz für sein Seelenheil sorgen zu können.

9. Pfarrer: Georg Riegler
Pfarrer Sonnenborn erhielt in Georg Riegler am 18.3.1651 einen eifrigen und tatkräftigen Nachfolger, der sich gleich im nächsten Jahr an die Erneuerung des Pfarrhauses machte. Aber auch er verließ Burkardroth bereits im folgenden Jahr 1652. Er stammte aus Osterburken in Schwaben und war etwa 1612/13 geboren. Am 9.4.1639 erhielt er in Würzburg die Priesterweihe. Von 1641 – 1647 war er Pfarrer in Geldersheim, dann folgte seine kurze Tätigkeit in Burkardroth. Danach war er bis 1665 in Americhshausen und zum Schluss wirkte er in Markheidenfeld.

10. Pfarrer: David Kempf
Von Neustadt a. d. Saale kam 1653 Pfarrer David Kempf. Der aus Großheubach stammende Geistliche gab in der Pfarrei Burkardroth nur ein kurzes Gastspiel bis 1655. In jungen Jahren war er Domkaplan. 1650 war er als Pfarrer für 3 Jahre in Neustadt. Nach seinem kurzen Aufenthalt in Burkardroth, war er 2 Jahre Pfarrer in Schlerieth und zugleich Brebersdorf. Weitere Daten sind nicht bekannt.

11. Pfarrer: Markus Franz
Am 3.9.1655 kam Pfarrer Markus Franz aus Münnerstadt. Er blieb ebenfalls nicht ganz vier Jahre in Burkardroth. 1659 ging er nach Sulzfeld/M. bis 1668. Von 1669 – 1671 war er Pfarrer in Dipbach. Unklar ist wann er in Escherndorf Pfarrer war. Von 1671 – 1675 war er Pfarrer in Euerdorf.

12. Pfarrer: Johann Hohmann
Obwohl Pfarrer Johann Hohmann ab 22. 2.1659 für zehn Jahre die Pfarrei innehatte, sind von ihm keine größeren Tätigkeiten vermerkt.

13. Pfarrer: Gottfried Römscheid
Wieder im Winter, im Februar 1669 trat Gottfried Römscheid die Pfarrei an. Der lateinische Ausdruck „Belga“ kann nur so verstanden werden, dass er aus Belgien stammte. Er stiftete für die Pfarrei die Quartalseelenämter.

14. Pfarrer: Valentin Schöppner
Am 22.2.1681 zog Pfarrer Valentin Schöppner aus Bischofsheim v. d. Rhön in Burkardroth ein. Zuvor war er 1678 Pfarrvikar in Burglauer. In seine Zeit fiel die Besiedelung der Filiale Frauenroth. Er starb am 26.6.1706 und wurde in der neuerbauten Kirche begraben.

15. Pfarrer: Johann Michael Schreyer
Ebenfalls in der jetzigen Kirche ist sein Nachfolger Johann Michael Schreyer aus Neustadt a. d. S. begraben, der 1706 nach Burkardroth kam und am 28.2.1735 im Alter von 74 Jahren verstorben ist.

16. Pfarrer: Andreas Endres
Am 4.5.1735 wurde Andreas Endres aus Großbardorf  sein Nachfolger. Er war zuvor Pfarrer in Premich und erwarb sich besondere Verdienste um die Pfarrei Burkardroth durch die Ordnung der Wirtschaft und der Akten. Unter ihm wurde auch das Pfarrhaus zumindest erneuert. Die Zahl 1752 war bis April 2006 an der Eingangstür festgehalten. Er starb am 11.6.1758 in Burkardroth.

17. Pfarrer: Johann Caspar Saar
Am 25.7.1758 war Johann Caspar Saar in Burkardroth Pfarrer. Er war 1701 in Rottershausen geboren und 1730 zum Priester geweiht worden. Bevor er nach Burkardroth kam, war er 16 Jahre in Simmershausen bei Hilders in Hessen. Auch er ist in Burkardroth begraben.

18. Pfarrer: Franz Martin Höfling
Am 27.6.1763 wurde Pfarrer Franz Martin Höfling eingeführt. Er stammte aus Oberfladungen, wo er auch einige Zeit Pfarrer war. Am 12.3.1791 starb er in Burkardroth und ließ sich vor der Kirchtüre am hinteren Eingang begraben mit der sarkastischen Bemerkung in seinem Testament, dass seine Pfarrkinder, die ihn zu Lebzeiten gerne getreten hätten, dies nun leichter tun könnten. Dies ist ein Indiz, dass die Auseinandersetzungen mit Stangenroth schon angefangen hatten, das sich von der Pfarrei Burkardroth trennen wollte, und dem sich der Pfarrer heftig widersetzte.

19. Pfarrer: Franz Alexander Fischer
Die Trennung und die Erhebung zur selbständigen Pfarrei gelang denn auch während des Pfarrwechsels. Pfarrer Franz Alexander Fischer, geboren am 5.8.1748 in Bütthard, der vorher Kaplan in Dettelbach und Cooperator in Eyershausen war, hielt es nur 4 Wochen in als Pfarrer in Burkardroth aus. Er vertrug angeblich das Wasser nicht und zog wieder weg nach Kolitzheim, wo er auch am 19.6.1809 verstorben ist.

20. Pfarrer: Andreas Schwinn
Schon am 9.4.1792 folgte Pfarrer Andreas Schwinn von Hofheim. 18 Jahre war er zuvor Kaplan in Bundorf, Ebern und Hassfurt. Hier hatte er im Zusammenhang mit dem Bau der Scheune und 1799 des Pfarrhauses ziemliche Schwierigkeiten mit den Pfarrkindern. So zog er verärgert im Jahre 1805 nach Dettelbach. Sein Namenszug war jedoch auf dem Türsturz des abgerissenen Pfarrhauses angebracht. Sein Wirken fällt in die Zeit, in der wegen der Revolution in Frankreich eine Flut von Bischöfen, Priestern, Mönchen und Nonnen in die deutschen Lande geflohen waren. Auch Pfarrer Schwinn hat sich aus seinen Einkünften an der Unterstützung dieser armen Flüchtlinge 1794 beteiligt.

21. Pfarrer: Georg Adam Krug
Am 20.3.1805 folgte Georg Adam Krug aus Würzburg nach. Der Dr. der Philosophie war zuvor 5 Jahre Professor der Rhetorik am Gymnasium in Würzburg. Er muss ein sehr empfindlicher Mensch gewesen sein. Um Ordnung und Stille im Gotteshaus zu erreichen, nahm er die Hilfe amtlicher Stellen in Anspruch. Nach seinen etwas mehr als 5 Jahren Pfarrer in Burkardroth starb er im 38. Lebensjahr am 16.5.1810 an Lungenschwindsucht. Er wurde im Friedhof auf dem Kirchberg in Burkardroth beerdigt.

22. Pfarrer: Georg Joseph Tann
Am 22.7.1810 wurde Georg Joseph Tann aus Bischofsheim v. d. Rhön hier Pfarrer. Am 2.2.1756 geboren, war er vor seiner Burkardrother Zeit 16 Jahre Pfarrer in Kleinsassen und Reulbach. Er war am 4.5.1784 zum Priester geweiht worden. Von 1785 bis 1793 war er Kaplan in Oberelsbach. Die letzten 6 Jahre seines Lebens konnte er seinen rechten Arm nicht mehr gebrauchen. Es ist eigens vermerkt, dass er den Segen mit der linken Hand erteilt hat. Er hatte in dieser Zeit auch einen Cooperator. Am 30.3.1824 starb er in Burkardroth und ist ebenfalls auf dem Friedhof beerdigt, da ja seit der Säkularisation Beerdigungen im Gotteshaus nicht mehr erlaubt waren.

23. Pfarrer: Michael Friedrich Kleer
Weil der verstorbene Pfarrer Tann in letzter Zeit nicht mehr schreiben konnte, fand sein Nachfolger Michael Friedrich Kleer die Schriftstücke, wie er selbst sagte, in höchster Verwirrung. Nun Pfarrer Kleer ist derjenige, der die Geschichte der Pfarrei gründlich erforscht und das Pfarreiwesen nachhaltig geordnet hat. Er stammte aus Volkach, wo er am 8.4.1778 geboren war. Nach seiner Priesterweihe 1806, wurde er zuerst Kaplan in Untersteinbach, im Ebracher Klosterdorf Kolitzheim und zwei Jahre Pfarrvikar in Großlangheim. 8 Jahre lang versorgte er dann die Pfarrei Poppenroth, die er errichten half, dann folgte seine Tätigkeit in Burkardroth. Bereits nach wenigen Jahren bewarb er sich um das Bartholomäus-Benefizium in Volkach. Die Regierung lehnte ihn jedoch als „persona non grata“ (nicht willkommene Person) ab. Im Jahre 1832 wurde er jedoch so krank, dass er von allen pfarrlichen Pflichten entbunden werden musste. In dem Kaplan Jakob Lehmann bekam er einen Cooperator. Aber noch im gleichen Jahr zog er schließlich als kranker Mann in seine Heimat Volkach, wo er ein Jahr später am 15.8.1833 starb und begraben wurde.

24. Pfarrer: Jakob Hock
Am 11.11.1832 wurde Jakob Hock aus Waldaschaff hier angewiesen. Auch bei ihm wirkte sich die antikirchliche Einstellung der Regierung aus. Die staatliche Genehmigung zu einer Anstellung erhielt er erst am 11.10.1833. Er war 33 Jahre alt und 1827 geweiht worden. Vor seiner Anstellung in Burkardroth war er Kaplan im Juliusspital, von 1827 - 1828 in Hohenroth und von 1831 - 1832 Lokalkaplan auf der Saline in Kissingen, wobei er auch Hausen mit versah. Er blieb bis 1849, dann wurde er von 1850 - 1851, Stadtpfarrer in Ebern und Pfarrverweser in Gereuth.

25. Pfarrer: Caspar Friedrich
Zum neuen Pfarrer wurde im Juli 1849 Caspar Friedrich aus Königshofen ernannt. Er war eigentlich schon kränklich und starb am 7.4.1856 an Gicht. Er war am 11.8.1837 zum Priester geweiht worden. Von 1837 – 1840 war er Kaplan in Oberbessebbach, von 1847 – 1848 Pfarrverweser in Oberstreu und 1848 Cooperator in Burkardroth, wo er dann die Pfarrei übernahm.

26. Pfarrer: Jakob Deigeli
Sein Nachfolger Jakob Deigeli, geboren am 8.5.1811 zu Forchheim, 1837 zum Priester geweiht, war zuerst 2 Jahre Kaplan in Stadtschwarzach, 3 Jahre lang in Kitzingen und 7 Jahre lang in Baunach. Sei 1849 war er Pfarrer in Wartmannsroth. Kurz vor seinem Tod am 30.4.1874 hatte er noch auf seine Pfarrei resigniert.

27. Pfarrer: Michael Joseph Kahler 27. Pfarrer Joseph Michael Kahler
An seiner Stelle trat am 6.9.1874 Michael Joseph Kahler, geboren am 22.1.1838 in Burglauer. Er war am 10.7.1862 zu Priester geweiht worden. 1866 wurde er Kaplan in Eltmann. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 war er dann Feldgeistlicher beim Corpsstab des II. b. Armeekorps. Bevor er 1884 von Burkardroth nach Binsfeld wechselte, hat er das 1883 von dem Wagner Michael Schmitt aus Zahlbach, gestiftete Armenseelenfest eingeführt. Ebenso wurde das von Pfarrer Pfr. Schreiner gestiftete Herz Mariä Bruderschaftsfest erstmalig begangen. Für das Pfarrhaus hatte er vor seinem Weggang noch eine Wasserleitung anlegen lassen. Bei der Einweihung des Kriegerdenkmals auf dem Marktplatz in Burkardroth am 26.6.1910, hielt er als Gast die Festpredigt und nahm die Weihe des Denkmals vor. Zum Geistlichen Rat ernannt, starb er am 18.11.1918 in Schwebenried.

28. Pfarrer: Otto Blumenkamp
Otto BlumenkampOtto Blumenkamp, geboren am 29.4.1850 zu Blankenstein in Westfalen, verließ infolge des Kulturkampfes seine Heimat und wurde in Würzburg zum Priester geweiht. Nach seinen Kaplansjahren in Versbach, Bundorf, Eßleben, Nüdlingen und Bad Kissingen wurde er am 15.1.1885 als Pfarrer in Burkardroth eingeführt. Er war die treibende Kraft beim Bau der Kinderbewahranstalt Zahlbach. Sein plötzlicher Tod am 8.6.1894, wo er noch am Vormittag zelebrierte hatte, erschüttete die ganze Pfarrei.









29. Pfarrer: Eugen Huber
Eugen HuberIhm folgte im September 1894 Eugen Huber, geboren am 27.7.1865 in Untergröningen, Diözese Rottenberg. Er war 1889 zum Priester geweiht, Kaplan in Steinfeld, Wolfsmünster und Heidingsfeld. Von 1901 – 1929 war er Pfarrer in Erlabrunn. Im Jahre 1929 wechselte er nach Aschaffenburg, wo er am 9.1.1934 verstorben ist und auch begraben liegt.











30. Pfarrer: Joseph FreyJoseph Frey
Joseph Frey war als Lehrersohn am 4.2.1867 in Gresshausen geboren. Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1891 kam er am 21.1.1902 von der Pfarrei Wegfurt nach Burkardroth. Im Jahre 1903, wurde er Vorsitzender des Eisenbahnkomites Bad Kissingen-Burkardroth, das sich zur Aufgabe gemacht hatte, eine Lokalbahn von Bad Kissingen über Burkardroth bis nach Platz zu erstellen. Diesen Posten behielt er, bis er im Jahre 1909 aus gesundheitlichen Gründen nach Eltingshausen ging. Obwohl zeitlebens kränklich, starb er am 31.3.1952 im hohen Alter von 86 Jahren in Münnerstadt, wo auch sein Grab gewesen ist.











31. Pfarrer: Ludwig Kolb
Ludwig KolbAls „Rhönbischof“ apostrophiert wird der Nachfolger Ludwig Kolb, geboren am 6.11.1876 in Retzstadt. Die Priesterweihe empfing er am 29.7.1900.  Nach seinen Kaplansjahren in Sommerau, Marktsteinach, Euerbach und Kützberg, trat er die hiesige Pfarrei am 19.12.1909 an. Sein Wirken ist der älteren Generation noch gut in Erinnerung. Zusammen mit ihm waren auch die Kapläne Eduard Pickel, Joseph Zeis, Voktor Krebs und Richard Konrad tätig. Anlässlich seines 25. jährigen Priesterjubiläums am 23.8.1925 wurde ihm von den Gemeinden: Burkardroth, Frauenroth, Wollbach und Zahlbach das Ehrenbürgerecht verliehen.

Im Jahre 1942, als die Nationalsozialisten die Glocken der Pfarrkirche  zur Einschmelzung abnehmen ließen, nahm er weinend von ihnen Abschied, er sollte sie nie wieder sehen. Nach mancherlei Schwierigkeiten mit den Machthabern des 3. Reiches, die bis zur Gestapo in Würzburg führten, verstarb er am 10.9.1942 im 66. Lebensjahr. Er wurde im Friedhof der Pfarrei Burkardroth begraben und später in das neugestaltete Priestergrab umgebettet.



32. Pfarrer: Hans Hain
Hans HainPfarrer Hans Hain, geboren am 8.4.1906 in Königshofen i. Gr., wurde 1932 zum Priester geweiht, er war Kaplan in Sailauf und Expositus  in Leubach, bevor er am 22.11.1942 Pfarrer in Burkardroth wurde. Noch während des Krieges ließ er im Oktober 1944 das Priestergrab anlegen. Bei Kriegsende war er Anlaufstelle für die US- Besatzungssoldaten, von Ihm wurde der neue Bürgermeister Kaspar Schmitt vorgeschlagen. Nach dem Krieg konnte er dann sein Organisationstalent gehörig zeigen. Noch im Jahre 1945 ließ er das Leichenhaus bauen, 1946 ließ er die Kirchenrenovierung mit neuen Kirchenbänken durchführen. 1949 schafft er für die im 3. Reich abgelieferten, 3 neue Glocken an. 1951 wurde aus der Pfarrscheune das Jugendheim gebaut. 1953 wurde das Pfarrhaus innen und außen renoviert. 1955 bekam der Kirchturm ein neues Schieferkleid. 1956 schaffte er für das Kirchengeläute Läutmaschinen an und sehr vieles mehr. Am 2. Oktober 1957 erlitt er im Krankenhaus einen Hirnschlag, der seinen raschen Tod herbeiführte. Von den 4 Gemeinden der Pfarrei Burkardroth wurde ihm zu Ehren eine vierwöchige Trauer angeordnet. Er wurde im Priestergrab der Pfarrei Burkardroth beigesetzt. Einhundert Geistliche gaben ihm die letzte Ehre. Schon während der Krankheit von Pfarrer Hain, wurde der Kaplan Karl Memmel, geb. 23.12.1928 von der Pfarrei Frammersbach ganz kurzfristig als Pfarrverweser in die Pfarrei Burkardroth beortet. Er trat seinen Dienst am Sonntag, den 5. Mai an, und verblieb als beliebter Seelsorger bis zur Einführung von Pfarrer Karl Fischer am 15.12.1957. 



33. Pfarrer: Karl Fischer
Karl FischerAm 15.12.1957 übernahm Pfarrer Karl Fischer aus Mühlhausen a. d. Werrn die Pfarrei. Er war geboren am 7.11.1909 in Frankfurt a. M. Am 17.2.1940 wurde er in Würzburg zum Priester geweiht. Auch er sollte sich von Anfang an als wahrer Baumeister erweisen.

Im Jahre 1958, wurde der Kindergarten angebaut und modernisiert und im gleichen Jahr erhielt die Pfarrkirche neue Fenster.

1959 wurde das Priestergrabmal erstellt.

1961 die Außenrenovierung der Pfarrkirche durchgeführt.

1962 die erste Kirchenheizung eingebaut.

1964 die Innenrenovierung der Pfarrkirche durchgeführt.

1967 wurden für die alten Sandsteinplatten in der Pfarrkirche neue verlegt, die alten Platten wurden vor dem Leichenhaus im Friedhof verlegt.

1968 wurde in der Christmette zum ersten Mal am neuen Choraltar zelebriert.

1970 auch in seinem letzten Jahr wurden noch Anschaffungen getätigt, so wurden eine vollelektrische Uhr und Läuteanlage und 6 Barockleuchter für den Hochaltar erworben. Am 29.4.1971 starb Pfarrer Karl Fischer im Krankenhaus zu Bad Kissingen und wurde in seinem Heimatort Mühlhausen begraben.

34. Pfarrer: Anton Reinhard 
Anton ReinhardNach dem plötzlichen Tod von Pfarrer Fischer, wurde Pfarrer Anton Reinhard, (geb.
29.9.1928 in Gresshausen) am 29.8.1971 in die Pfarrei Burkardroth eingeführt.

Pfarrer Reinhard wurde 1952 in Würzburg zum Priester geweiht. Nach den Kaplanstellen in Mömbris, Kirchlauter, Würzburg Hl. Josef und Kurat in Röttbach und zehnjähriger Pfarrtätigkeit in Aidhausen, kam er in die Pfarrei Burkardroth. Gleich darauf wurde das Pfarrhaus mit einem Kostenaufwand von 185 000 DM gründlich umgebaut und bis zum Bischofsbesuch am 2.9.1973 von Pfarrer Reinhard wieder bezogen. In der Zwischenzeit wohnte er bei Manfred Albert am Mühlberg in Miete. Was hier an baulichen Maßnahmen auf ihm zukam, musste bisher kein Pfarrer leisten.

Bei seiner Ankunft in Burkardroth war die Renovierung der Klosterkirche Frauenroth in vollem Gange. Obwohl die Baulast vom Bayerischen Staat übernommen wurde, mussten viele Kosten wie z. B. die Kirchenheizung, die Lautsprecheranlage, oder eine neue Glocke  von der Kirchenstiftung übernommen werden und es gab für Pfarrer Reinhard sehr viel Arbeit.

1974 wurde auch das Dach der Pfarrkirche erneuert.

1976 wurde bei den beiden Emporen der Pfarrkirche eine Renovierung durchgeführt, die lt. Pfarrer Reinhard zuvor mit dem Gebälk wie ein Pferdestall aussahen. Die Kosten betrugen ca. 32 000 DM.

Im Jahre 1979, kam der Neubau des Pfarrheims, die Kosten beliefen sich auf ca.  550 000 DM. Deshalb konnten in dieser Zeit auch keine weiteren Neuanschaffungen getätigt werden.

Nachdem der alte Kindergarten in Zahlbach nicht mehr von der Kirchenverwaltung getragen wurde, musste die Marktgemeinde als neuer Träger einspringen. Nach jahrelangem Tauziehen hatte dann der Markt Burkardroth im Jahre 1980 den Kirchberg als Standort für den neuen Kindergarten mit drei Gruppen klar gemacht. Die Baukosten mussten zu 2/3 Staat und Gemeinde tragen. 20 % gab die Diözese als Zuschuss. Den Rest musste die Kirchengemeinde aufbringen.

Im Jahre 1981 hätte sich Pfarrer Reinhard nach seinen eigenen Aussagen beinahe zu Tode gestürzt. Bei der Kontrolle der Liederanzeige in der Kirche, die damals in 5m Höhe angebracht war, rutschte die Leiter weg und er fiel auf den Steinboden der Kirche. Er konnte noch zum Ausgang kriechen und um Hilfe schreien. Er meint, es war fast ein Wunder, dass nichts gebrochen war. Es waren nur starke Prellungen, die 4 Wochen Krankenhausaufenthalt nötig machten.

Zum 400 jährigen Jubiläum der Pfarrei Burkardroth im Jahre 1984, recherchierte Pfarrer Reinhard die Historie der Pfarrei und erstellte eine sehr interessante kleine Festschrift. Das Fest selbst wurde mit dem Schirmherrn Prälat Bocklet, dem Leiter des Kath. Büros in Bonn gehalten. Ab Herbst 1984, musste Pfarrer Reinhard auch in Stangenroth regelmäßig Gottesdienst halten. Ebenfalls im gleichen Jahr wurde die Renovierung der Pfarrkirche geplant, der Kostenvoranschlag belief sich auf 550 000 DM.

1985 stand die Übergabe des Friedhofs an die Gemeinde an. Für die Erweiterung kaufte die Gemeinde einen Acker, während der alte Friedhof im Besitz der Kirchenstiftung blieb.

1987 sollte es in der Pfarrkirche lediglich eine gewöhnliche Erneuerung der schwarz gewordenen Wände und Decken werden. Der Fußboden sollte ersetzt werden und die Altäre aufgefrischt werden. Doch beim Auskoffern der Seitenschiffe stieß man auf Mauerreste. So kamen die Grundmauern von 4 Vorgängerbauten zum Vorschein, eine ganze Brandschicht und ein sogenanntes Hockergrab. Man kann also davon ausgehen, dass etwa um 1150 die erste Kirche hier gestanden haben kann. Die Renovierung zog sich durch diese Maßnahmen in die Länge und die Kosten erhöhten sich auf 616 692 DM.

1989 wurde die Umfassungsmauer der Pfarrkirche in Angriff genommen und komplett neu errichtet. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme beliefen sich auf 152 000 DM.

In den Jahren 1994/95 musste der Kindergarten auf 4 Gruppen erweitert werden, die Kosten beliefen sich auf 560 000 DM.

Für seine über 20 jährige seelsorgerische Tätigkeit in der Pfarrei Burkardroth, wurde Pfarrer Anton Reinhard vom Markt Burkardroth am 28. November 1992 das Ehrenbürgerrecht verliehen.

1996 wurde vom Bildhauer Kessler ein neues Friedhofskreuz aus Muschelkalk gefertigt, die Kosten beliefen sich auf 18 000 DM, wovon Pfarrer Reinhard 10 000 DM beisteuerte.

1997 musste die Läuteanlage erneuert werden, die Kosten betrugen 28 000 DM.

Anlässlich der Instandsetzung des Glöckchens am Kirchturm durch Alfred Saam wurden schwere Schäden am Kirchturm festgestellt. Die Kirchturmsanierung wurde im Jahre 1999 durchgeführt. Die Kosten beliefen sich auf 228 500 DM.

Nach fast 30 Jahren Seelsorgertätigkeit verließ Pfarrer Anton Reinhard am 11. März 2001 die Pfarrei Burkardroth. Er ging nach Untertheres seiner Heimatpfarrei zurück in Pension. Zum Abschied sagte er: Für die Pfarrei Burkardroth, wo ich lange und gerne tätig war, wünsche ich Glück und Gottes Segen.

35. Pfarrer: Armin Haas
Armin HaasNach der Pensionierung und Verabschiedung von Pfarrer Karl Kempf am 25. September 1994, übernahm Pfarrer Armin Haas die Pfarrei Waldfenster. Armin Haas wurde am 10. September 1962 in Lohr a. M. geboren. Nach seinem Theologiestudium wurde er am 27. Januar 1990 in Würzburg zum Priester geweiht. Als Kaplan war er 2 Jahre in der Pfarrei St. Johannes in Kitzingen und 2 Jahre in der Herz Jesu Pfarrei in Aschaffenburg, bevor er als Pfarrer am 2. Oktober 1994 die Pfarrei Waldfenster übernahm.

Als Pfarrer Karl Hauck von der Pfarrei Premich, im Jahre 2001 in den Ruhestand ging, übernahm er im November 2001 als Pfarradministrator zusätzlich die Pfarrei Premich, mit der Filiale Gefäll, und die Pfarrei Stangenroth. Am 15.3.2001 übernahm dann Pfarrer Armin Haas, die kirchliche Führung vom gesamten Markt Burkardroth mit seinen zehn Kirchen und zwölf Dörfern.

In der Zeit als Pfarrer in Waldfenster und dann später auf Marktebene, wurden große Projekte erstellt. Das Pfarrzentrum  in Waldfenster mit integrierten Feuerwehrhaus verursachte Kosten in Höhe von 1.1 Millionen €uro, wovon die Hälfte von der Kirchengemeinde übernommen werden musste. Der für die Jahre 2009 – 2011 geplante Abriss und Neubau der Kirche in Waldfenster, wurde auch noch unter Pfarrer Haas auf den Weg gebracht. In seine Zeit fielen auch die  Außenrenovierung  der Pfarrkirche und die Renovierung des Pfarrhauses in Stralsbach für insgesamt 390 000 DM, sowie der Bau des neuen Pfarrhauses in Burkardroth. Die Kosten für dieses gewaltige Projekt beliefen sich auf  ca. 1 Million €uro.

Nach 13 Jahren Pfarrtätigkeit, im Jahre 2007 bewarb sich Pfarrer Armin Haas für die Pfarrei Schondra. Am 23. September  wurde Pfarrer Armin Haas in Burkardroth und am 30. September 2007 in Waldfenster feierlich verabschiedet. Am 7. Oktober wurde er als 40. Pfarrer der Pfarrei Schondra feierlich eingeführt.

36. Pfarrer: Marcus Lux (2008 - 2011)
AMarcus Luxnfang des Jahres 2008 wurde nun Kaplan Marcus Lux von der Diözese Würzburg die Pfarrstelle der Pfarreiengemeinschaft Burkardroth übertragen. Die feierliche Einführung fand am Sonntag den 29. Juni statt, im August 2008 bezog er seine Wohnung im neuen Pfarrhaus. Zum Schuljahresbeginn war dann der neue Kaplan Michael Kubatko aus Volkers dazukommen, der in die Kaplanswohnung einzog.

Für den angehenden Pfarrer Marcus Lux war es nach seiner Aussage mit das wichtigste, dass in der Pfarreiengemeinschaft, ähnlich wie in der politischen Gemeinde, Ruhe und Stabilität einkehrte. Er wünschte sich ganz besonders, dass der Prozess des Zusammenwachsens in der Pfarreiengemeinschaft voranginge. Marcus Lux war mit seiner ruhigen Art ein sehr sympathischer Seelsorger.

Leider musste Pfarrer Marcus Lux aus gesundheitlichen Gründen von seinem Priesteramt zurücktreten. Am 20. November 2011 verabschiedete er sich mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Burkardroth von der Pfarreiengemeinschaft „Der gute Hirte“. Am 17. März 2013 schied er endgültig mit der Verabschiedung durch Bischof Friedhelm Hofmann aus den priesterlichen Diensten aus.



37. Pfarrer: Stephan Hartmann (2014 -
37. Pfarrer Stephan HartmannNach fast drei Jahren war die lange Zeit der Vakanz endlich vorbei. Mit der Einführung von Domkapitular Stephan Hartmann am 5. Oktober 2014 in der Pfarrkirche Burkardroth hatte die  Pfarreiengemeinschaft „Der gute Hirte im Markt Burkardroth“ wieder einen eigenen Pfarrer. Dekan Thomas Kessler, Pfarradministrator während der langer Vakanz, konnte wieder aufatmen, was er auch bei der Einführung von Pfarrer Hartmann zeigte.

Pfarrer Stephan Hartmann wurde am 23. März 1957 in Schimborn, Landkreis Aschaffenburg, geboren und studierte in Würzburg und Frankfurt/ Main Theologie. Die Priesterweihe empfing er 1984 in Würzburg. Als Kaplan war er in Veitshöchheim, Hofheim und Würzburg-Heiligkreuz eingesetzt. 1987 wurde er Pfarrer von Aub, Baldersheim, sowie Kuratus von Buch und Präses der Kolpingsfamilie von Aub. 1998 übernahm Hartmann das Amt des Caritaspfarrers für das Dekanat Ochsenfurt. Kolping-Diözesanpräses und zugleich Domvikar wurde er 2002. Vier Jahre wirkte er danach als Pfarradministrator von Theilheim bei Würzburg. Ab 2005 arbeitete Hartmann zusätzlich als Diözesanfamilienseelsorger und im Geistlichen Beirat des FDK (Familienbund Würzburg). All diese Ämter hat Pfarrer Hartmann abgelegt, seit er in Burkardroth tätig ist. Wie er sich äußerte, ist er jetzt ausschließlich Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft „Der Gute Hirte“ im Markt Burkardroth.



 

Die Kapläne und Vikare in der Pfarrei Burkardroth
ab dem Jahre 2001

Vikar Ugonna Onwukwe (2001 – 2002)
Vikar UgonaZusammen mit Pfarrer Armin Haas wurde der am 1. September 1971 in Nigeria geborene Vikar Ugonna Onwukwe  am 18. März 2001 feierlich in die Pfarrei Burkardroth eingeführt. Er bezog eine Wohnung im ehemaligen Pfarrhaus in Stangenroth. Am 1. Dezember 2002 verabschiedete er sich wieder aus der Pfarrei Burkardroth und bezog eine Wohnung in  Oberthulba. Anschließend machte er sein Studium in Würzburg mit anschließender Promotion. Die Kosten für sein Studium wurden von der Diözese Würzburg übernommen. In dieser Zeit, rückwirkend auf den 5. August 2002, machte er eine Namensänderung und hieß von nun an „Godwins Jude“. Am 1. September 2009 verließ er Oberthulba, besuchte für ca. 3 Wochen seinen Bruder, der ebenfalls in Deutschland wohnte, und ging anschließend in seine Heimat Nigeria zurück.




Kaplan Stefan Gessner (2002 – 2004)
Stefan GessnerWurde am 16. Januar 1972 in Schweinfurt geboren, wuchs in Bergrheinfeld auf und studierte nach seinem Abitur in Würzburg Theologie. 1998 kann er als Praktikant, dann Diakon und später als Kaplan nach Kitzingen. Von dort aus trat er im Jahre 2000 seine erste offizielle Kaplanstelle in der Pfarreiengemeinschaft Baunach, Lauter, Mürsbach und Gereuth an. Am 23. September 2002 wurde Kaplan Stefan Gessner in die Pfarreiengemeinschaft Burkardroth eingeführt die er im August 2004 wieder verließ.







Kaplan Thorsten Kneuer (2004 – 2006)
Thorsten KneuerAm 21. Juni 1975 in Gochsheim geboren, kam am 13. September 2004 in die Pfarreiengemeinschaft Burkardroth und wohnte im Pfarrhaus in Premich. Seine Primiz feierte er am Pfingstsonntag, 19. Mai 2002, in der Gochsheimer Pfarrkirche Sankt Matthias. Zuletzt war Kneuer als Kaplan in der Pfarreingemeinschaft Rauhenebrach eingesetzt. Mit einem feierlichen Gottesdienst in Gefäll wurde er im Juli 2006 von Pfarrer Armin Haas verabschiedet. Ab dem neuen Schuljahr, also ab September 2006, wurde Kaplan Kneuer vorrangig als Religionslehrer an den Schulen in Schweinfurt und Geiselwind tätig.  




Kaplan Marcus Lux (2006 – 2008)
35. Pfarrer LuxMarcus Lux wurde am 10. Februar 1977 in Miltenberg geboren. Nach seinem Theologiestudium in Würzburg wurde er am 29. Mai 2004 zum Priester geweiht. Seine erste Kaplanstelle von September 2004 bis August 2006 war in Hofheim, Kreis Hassberge. Seine zweite Kaplanstelle trat er im September 2006 in der Pfarreiengemeinschaft Burkardroth an, die er bis 2008, bis er Pfarrer in derselben wurde, behielt.

In der Zeit, in der Marcus Lux als Pfarrer in der Pfarrei Burkardroth tätig war, standen ihm folgende Kapläne zur Seite:



Kaplan Michael Kubatko (2008 – 2010)
Kaplan Michael  KubatkoMichael Kubatko, geb. am 3. Juli 1977 in Gleiwitz (Polen), wanderte 1988 mit der fünfköpfigen Familie als Spätaussiedler  nach Deutschland aus und kam ins Aussiedlerlager Oberwildflecken. Ein Jahr später zog die Familie nach Bad Brückenau und 1993 ins Eigenheim nach Volkers. Michael Kubatko machte sein Abitur in Bad Brückenau. 1998 trat er in das Priesterseminar in Würzburg ein und schloss es mit dem Vordiplom ab. Von 2000 bis 2001 verbrachte er ein Freijahr in Paris an der L` Ecole Cathedrale und im Kloster St. Michel in der Nomandie. Zurück in Würzburg absolvierte er ein Praktikum in der Dürrbachau. Am 18. September 2005 wurde zum Diakon geweiht und am 3. Juni 2006 empfing er im Kiliansdom in Würzburg durch Bischof Friedhelm Hofmann seine Priesterweihe. Anschließend war er Kaplan in Amorbach, bevor er am 14. September 2008, ebenfalls als Kaplan, Pfarrer Lux zur Seite gestellt wurde. Nach zwei Jahren Kaplanszeit in der Pfarreiengemeinschaft im Markt Burkardroth wurde ihm am 1. September 2010 die Pfarreingemeinschaft „Heiliges Kreuz“ in Bad Bocklet übertragen.

Kaplan Thomas Menzel (2010 – 2012)
Kaplan Thomas MenzelWurde am 26. Dezember 1977 in Untereßfeld geboren. Nach seinem Abitur am Gymnasium in Bad Königshofen studierte er an der Regensburger Hochschule katholische Kirchenmusik und direkt im Anschluss daran in Würzburg Theologie. Am 10 Mai 2008 erhielt er von Bischof Friedhelm Hofmann in Würzburg die Priesterweihe. Nach Kaplanstellen in Miltenberg und Bad Kissingen wurde ihm am 12. September 2010 die Kaplanstelle in Burkardroth zugeteilt. Nach zwei Jahren folgte am 29. Juli der Abschied aus Burkardroth und am 1. September 2012 übernahm er als Pfarrer die Pfarreiengemeinschaft Mellrichstadt.

Pfarrvikar Tobias Fuchs (2012 – 2014)
Vikar FuchsTobias Fuchs wurde am 14. Juni 1978 in Gützingen bei Bütthard, Kreis Würzburg, geboren. Nach seinem Abitur leistete er zunächst Zivildienst, anschließend studierte er von 2002 bis 2007 in Würzburg Theologie. Am 30. Mai 2009 wurde er im Dom zu Würzburg von Bischof Friedhelm Hofmann zum Priester geweiht, anschließend war Fuchs in Aschaffenburg als Kaplan tätig. Am 1. September 2009 wurde er Kaplan in Krombach, wo er kurzzeitig auch Pfarradministrator war. Am 1. September 2010 wurde er nochmals als Kaplan nach Knetzgau versetzt, bevor er als Vikar am 9. September 2012 als Pfarrvikar in die Pfarreiengemeinschaft „Der Gute Hirte“ eingesetzt wurde. Nach zwei Jahren üblicher Kaplanzeit wurde Tobias Fuchs die Pfarreiengemeinschaft in Salz im Grabfeld übertragen, die feierliche Verabschiedung fand am 28. September 2014 in der Pfarrkirche Burkardroth statt.

Pfarrvikar Silvestor Ottaplackal (2014 -
Pfarrvikar Silvestor OttaplackalWurde am 19. Januar 1979 in Manippara /Indien geboren und 2006 in Nellickampoil/Kerela in der Diözese Thalassery zum Priester geweiht. 2010 kam ins Bistum Würzburg und half in der Pfarreiengemeinschaft in Saal an der Saale mit. 2012 wurde er Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Erlenbach-Triefenstein. Am 5. Oktober 2014 wurde er zusammen mit Pfarrer Stephan Hartmann feierlich in die Pfarreiengemeinschaft „Der Gute Hirte“ eingeführt. 


Alfred Saam
Bilder: Archiv Alfred Saam
Quellen: mit Aufzeichnungen von Pfarrer Anton Reinhard aus den Visitationsberichten des Bistums Würzburg und dem Stiftungsbuch der Pfarrei Burkardroth.Verschiedene Berichte der Saale Zeitung.


[1]externer Link Aus 400 Jahre Pfarrei Burkardroth, von Pfarrer Anton Reinhard

[2]externer Link Eine Art Unterbezirk des Bistums