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Abkochgebot ab 26. Oktober 2017 wieder aufgehoben! (Trinkwasserversorgung in Gefäll)

zunächst klar die Meldung:
Das Trinkwasser ist in Gefäll ab sofort wieder uneingeschränkt verwendbar. Das am letzten Donnerstag erlassene Abkochgebot wird hiermit aufgehoben.

Sachlage:
Momentan lassen wir von einer langjährig vertrauten Fachfirma turnusgemäß die beiden jeweils 200 Kubikmeter fassenden Wasserkammern im Hochbehälter reinigen bzw. desinfizieren. Bei der Wiederinbetriebnahme einer der beiden Kammern überraschten uns dann leider negative Untersuchungsergebnisse. In den gezogenen Wasserproben wurden coliforme Keime festgestellt, die am 19. Oktober 2017 den Erlass eines Abkochgebotes erforderten. „Die Keime können Infektionen verursachen, sind aber keine echten Krankheitserreger“, versichert Matthias Kleinhenz vom Gesundheitsamt Bad Kissingen.

Die außergewöhnliche Situation verlangte außergewöhnliche Schritte. Deshalb haben wir alle Haushalte von dem Abkochgebot per Handzettel und parallel mit öffentlichen Durchsagen informiert. Auf dem gleichen Wege erging kurz vor dem Wochenende ein aktueller Zwischenstandsbericht.

Auch jetzt wollen wir den Bürger/-innen nicht nur kurz das Ergebnis, sondern aus erster Hand wieder ergänzende Aufklärung, Aufschlüsse bzw. Erläuterungen zukommen lassen. Das ist uns Bedürfnis und Verpflichtung zugleich: alle sollen von allen getätigten Maßnahmen breit Kenntnis haben.

In den letzten Tagen wurde das Leitungsnetz in Gefäll erneut mehrfach gespült. Am Freitag wurden vier neue Wasserproben an verschiedenen Stellen (im Hochbehälter und im Ortsnetz) gezogenen und durch ein Labor ausgewertet. Ihre Ergebnisse lagen am Montag vor: eine davon (die am Ortseingang) war einwandfrei, in den anderen drei fanden sich immer noch coliforme Keime. Leider. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und einer auf Trinkwasserhygiene spezialisierten Fachfirma wird deshalb das Abkochgebot nun durch eine technische Alternative abgelöst. Mittels einer vorgeschalteten, mobilen Chlordosierungsanlage wird das Trinkwasser nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung gechlort. Damit gehen wir nun über die Schiene „Desinfektion“, die sicherer ist und das Abkochgebot ersetzt (letzteres war auch nur als kurzfristige Notlösung gedacht).

Die Dosierung erfolgt in absolut unbedenklicher Konzentration und nach dem Motto: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Ausschlaggebender Parameter ist ganz allein die Sicherheit der Konsumenten.

Heute (26. Oktober 2017) Morgen hat das Gesundheitsamt an mehreren Stellen im Ortsnetz gemessen und überall einen guten Chlornachweis festgestellt, was die Aufhebung des Abkochgebotes rechtfertigt. Die Chlorierung läuft einwandfrei. Diese Vorgehensweise wird ca. zwei bis drei Wochen aufrechterhalten und danach (orientiert an den Ergebnissen weiterer Proben) langsam zurückgefahren. Wir bitten insoweit weiterhin um Nachsicht, wir arbeiten wirklich nach besten Kräften. Sollte es Neuigkeiten oder neue Sachstände geben, erfahren Sie diese auch immer ganz aktuell hier.

Abschließend sei angemerkt, dass die „Verunreinigungsquelle“ mit den Arbeiten im Hochbehälter zusammenhängen kann, aber nicht muss. Sie könnte auch von einem schadhaften Rückflussverhinderer in der Hauswasserinstallation oder einer nicht ordnungsgemäß betriebenen Zisterne mit einer unzulässigen Querverbindung zum öffentlichen Trinkwassernetz kommen. Druckschwankungen im Netz führen in derartigen Fällen nämlich dazu, dass eventuell aufgekeimtes Wasser in das öffentliche Netz gesaugt und dort verteilt wird. Wir wären deshalb sehr dankbar bzw. fordern dazu auf, eventuell vorhandene Anlagen(teile) zeitnah verantwortungsbewusst genau zu inspizieren.

 

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